Presse | Abendblatt | SPD und CDU halten am Obdachlosenzaun fest
Die Sperrung eines Platzes an der Isebek verärgert Grüne, Linke und FDP in Eimsbüttel. Bezirkschef Sevecke verteidigt den Bau.
Nico Binde:
«Die einen sprechen von einem "Skandal", die anderen von einer "notwendigen Schutzmaßnahme": Nach wie vor entzweit ein vom Bezirksamt Eimsbüttel errichteter Obdachlosenzaun unter der Goebenbrücke am Isebekkanal die örtliche Politik. Auch vor der Diskussion am kommenden Montag im Kerngebietsausschuss sind die Haltungen gespalten: Während Linke und FDP die Demontage oder Teildemontage des Zauns fordern ...
Denn in der Politik kritisiert inzwischen nicht mehr nur Peter Gutzeit (Die Linke) den Bau. Das Problem werde damit nicht gelöst, sondern nur verdrängt. In einem Antrag fordert seine Fraktion, den Zaun abzureißen und den dort lebenden Obdachlosen eine Wohnung zuzuweisen. Den Grünen geht dabei der letzte Punkt zu weit, wie Fabian Klabunde, Mitglied des Kerngebietsausschusses, sagt. "Deshalb würden wir nicht den gesamten Antrag unterstützen. Aber auch wir sehen den Zaunbau äußerst kritisch." Fraglich sei unter anderem, ob nicht auch andere Baumaßnahmen den Schutz der Obdachlosen gewährleistet hätten. Eine Meinung, die Burkhardt Müller-Sönksen (FDP) teilt.»
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