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Roland Wiegmann

Covid-19 ist nicht überall gleich tödlich

© de.statista.com, Quelle: Johns Hopkins CSSE

Es gibt auch Licht im Dunkeln. Natürlich ist diese Nachricht ambivalent. Kann und darf man sich in Zeiten wie diesen darüber freuen, dass man - vielleicht (laut Aussagen der Experten stehen wir immer noch am Anfang der Pandemie) - das Glück der Geburt im 'richtigen' Land hatte? Im Moment sieht es jedenfalls noch so aus, dass bisher 'nur' 1% der Covid-19-Infektionen in Deutschland tödlich endeten. Das ist der mit Abstand geringste Wert, den Statista in seiner nebenstehenden Grafik heute - am 31. März 2020 ausweist. Das mag daran liegen, dass wir im Durchschnitt mit verlgeichsweise weniger körperlichen Vorbelastungen bessere Chancen haben oder dass unser privatisiertes Gesundheitswesen trotz aller 'Rationalisierungen' immer noch nicht so kaputtgespart ist, wie in unseren Nachbarländern. Noch reichen die Krankenhaus-Kapazitäten trotz aller Personalbelastungen - wie lange noch? Notwendige Schutzmittel für die Pfleger*innen und Mediziner*innen werden langsam knapp. 

Keep social and flatten on.

Update 01.04.20, 11:25:
Lt. Deutschlandfunk kann die zwischen den Ländern unterschiedliche Sterberate mehrere Ursachen haben. Zum einen können Raucher*innen stärker betroffen sein. Dort, wo höhere Sterberaten bei Männern als bei Frauen festgestellt werden, ist wohl auch das Rauchverhalten zwischen den Geschlechtern stark unterschiedlich. Vor allem aber erschwert wohl die unterschiedliche Testpraxis den Vergleich. Wenn z.B. in Deutschland auch viele leicht Erkrankte getestet wurden und in Italien vor allem diejenigen, die schon Symptome zeigten, ist das Ergebnis verzerrt.