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Astrid Dahaba

Stiftungskapital der „Höffner Stiftung für Eidelstedt und Schnelsen“ von geplanten 250.000 Euro auf 1.000.000 Euro erhöhen

Vor fast einem Jahr wurde der B-Plan Eid 68 (Möbel Höffner) gegen die Stimmen der LINKEN angenommen.

Die Verabschiedung des B-Plans bedeutet für die Menschen in Eidelstedt und Schnelsen einen Verlust an Wohn- und Lebensqualität durch erheblich zunehmenden Verkehr mit noch mehr Lärm und Abgasen sowie Vernichtung wertvoller Grünflächen. Als Ausgleichsmaßnahme für die schon gebeutelten und benachteiligten Quartiere wurde von Kurt Krieger, Inhaber des Möbel-Höffner-Imperiums, die Gründung einer Stiftung in Aussicht gestellt.

Astrid Dahaba: Rede am 26.05.2011 zum Antrag:

Stiftungskapital der „Höffner Stiftung für Eidelstedt und Schnelsen“ von geplanten 250.000 Euro auf 1.000.000 Euro erhöhen

Vor fast einem Jahr wurde der B-Plan Eid 68 (Möbel Höffner) gegen die Stimmen der LINKEN angenommen.

Die Verabschiedung des B-Plans bedeutet für die Menschen in Eidelstedt und Schnelsen einen Verlust an Wohn- und Lebensqualität durch erheblich zunehmenden Verkehr mit noch mehr Lärm und Abgasen sowie Vernichtung wertvoller Grünflächen. Als Ausgleichsmaßnahme für die schon gebeutelten und benachteiligten Quartiere wurde von Kurt Krieger, Inhaber des Möbel-Höffner-Imperiums, die Gründung einer Stiftung in Aussicht gestellt.

Die Stadtteilbeiräte haben im 1. Gespräch gegenüber dem RA Hoinka als Vertreter der geplanten Höffner-Stiftung deutlich gemacht, dass das Stiftungskapital von 250.000 Euro zu wenig ist, um die aktuellen Veranstaltungen und Projekte im Quartier weiter fortzuführen. Hoika hatte eine zusätzliche Zahlung in Aussicht gestellt, sodass mit einer Summe von ca. 20 TSD Euro p.a. zur rechnen gewesen wäre. Doch Kurt Krieger hat seinen Notar zurückgepfiffen.

Ich habe die Rechnung vom Quartiersbeirat-Ost vorliegen: Um die aktuellen Angebote in Eidelstedt-Ost zu erhalten, benötigt der Quartiersbeirat für Senioren-PC-Kurse, für Hip Hop und Breakdance-Kurse, Mittagstisch und Schularbeiten und weiteren Aktionen für Jugendliche sowie für Stadtteilfeste ca. 24.000 Euro p.a. Diese Projekte müssten wegfallen, da eine weitere Finanzierung nicht gesichert ist. Darüber hinaus werden noch weitere Veranstaltungen von ca. 70 freiwillig arbeitenden Menschen aus dem Quartier durchgeführt. Insgesamt fördern diese Projekte das Zusammenleben im Quartier. Die Beteiligung und das Engagement sind aus dem Quartier nicht mehr wegzudenken und würden einen stadtteilpolitischen Einschnitt in den Quartieren bedeuten.

Wir haben es in Eidelstedt-Nord gesehen: Als die Gelder für die Stadtteilentwicklung und des Verfügungsfonds ausliefen, fehlten dort Projektentwickler, die das Projekt kontinuierlich hätten weiter voran bringen können. Die Aktivierung der Anwohner und Anwohnerinnen, d.h. die Bürgerbeteiligung, fand nicht mehr statt, weil die Initiatoren und das Geld fehlten. Angeschobe Projekte fielen wie ein Kartenhaus in sich zusammen. Das Quartier stagnierte. Hoffnungen der Anwohner verfielen zu Asche. Nichts bewegte sich mehr.

Deshalb sollte Kurt Krieger mit seiner Stiftung tiefer in die Tasche greifen und die angeschobenen Projekte nachhaltig fördern. Den Stiftungsbetrag könnte er locker aus der Portokasse bezahlen. In der Märkischen Allgemeinen Zeitung vom 9.11.2010 stand, dass er ein Vermögen von 600 Millionen Euro besitzt und lt. Manager Magazin auf Platz 158 der 500 reichsten Deutschen steht. Durch das Möbelhaus an der Holsteiner Chaussee wird sich sein Vermögen vervielfachen. Da kommt es auf 1 Million nun wirklich nicht mehr an und dies wäre gut angelegtes Geld für einen guten Zweck..

Von daher beantragen wir, dass Krieger als Ausgleich für die reduzierte Lebensqualität der Anwohner und Anwohnerinnen im Zusammenhang mit der Möbel-Höffner-Ansiedlung das Stiftungskapital erhöht, um seinen verantwortungsvollen Beitrag zur aktiven Stadtteilentwicklung zu leisten.