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Astrid Dahaba

Stellungnahme/Einwendung zum Bauplanentwurf Eidelstedt 71 - Erweiterung des Eidelstedt Centers

Die geplante Erweiterung des Eidelstedt Centers findet bei vielen Bürgern und Bürgerinnen sowie bei mir keine Zustimmung.

Bei der öffentlichen Plandiskussion am 3.11.2009 waren ca. 200 Menschen anwesend und bis auf einen Redebeitrag haben sich alle zu Wort gemeldeten Bürger und Bürgerinnen sich gegen den B-Planentwurf ausgesprochen. Da verwundert es doch sehr, dass dieses Bauvorhaben im Stadtplanungsausschuss und in der Bezirksversammlung weiter vorangetrieben wurde. Wenn der Bürgerwille nicht mehr zählt, warum wird dann eine öffentliche Anhörung zu geplanten Bauvorhaben vorgenommen, wenn die Einwände der vor Ort wohnenden Menschen nicht ernst genommen bzw. berücksichtigt werden? Mir scheint, dass diese Art der Veranstaltungen eine reine Farce ist.

 

Die geplante Erweiterung des Eidelstedt Centers findet bei vielen Bürgern und Bürgerinnen sowie bei mir keine Zustimmung.

Bei der öffentlichen Plandiskussion am 3.11.2009 waren ca. 200 Menschen anwesend und bis auf einen Redebeitrag haben sich alle zu Wort gemeldeten Bürger und Bürgerinnen sich gegen den B-Planentwurf ausgesprochen. Da verwundert es doch sehr, dass dieses Bauvorhaben im Stadtplanungsausschuss und in der Bezirksversammlung weiter vorangetrieben wurde.

Wenn der Bürgerwille nicht mehr zählt, warum wird dann eine öffentliche Anhörung zu geplanten Bauvorhaben vorgenommen, wenn die Einwände der vor Ort wohnenden Menschen nicht ernst genommen bzw. berücksichtigt werden? Mir scheint, dass diese Art der Veranstaltungen eine reine Farce ist.

In der Begründung zum Bebauungsplan Eidelstedt 71 wird ein Konzept zur Attraktivitätssteigerung des Zentrums Eidelstedter Platz (2007) herangezogen. Darin heißt es u.a., „dass neben einer Reihe anderer Maßnahmen insbesondere eine Erweiterung und Modernisierung des Eidelstedt-Centers notwendig ist …“ In dem besagten Gutachten wird aber das ganze Eidelstedter Zentrum mit sechs Handlungsfeldern in den Blick genommen, wie beispielsweise die Orientierung Ekenknick, Belebung und Aufwertung des Platzes (Bürgerhaus, Freianlagen, Markt) und die Beseitigung von Leerständen in der Pinneberger Chaussee und Lohkampstraße. Die Fokussierung auf nur ein Handlungsfeld, nämlich die Erweiterung des Eidelstedter Centers, steht im Widerspruch zu den anderen Umsetzungsvorschlägen.

In der Begründung zum Bebauungsplan Eidelstedt 71heißt es:

„Die Blickbeziehungen von der Elbgaustraße zur Alten Elbgaustraße, zum Marktplatz und zum Eidelstedter Bürgerhaus werden durch die Anlage der neuen Baukörper aufgehoben. Eine neue Wegebeziehung durch das Gebäude wird während der Öffnungszeiten zur Verfügung stehen.“ Das heißt, dass die Menschen, die jenseits der Elbgaustraße wohnen, in den Abendstunden und an Sonn- und Feiertagen nicht mehr den Durchgang zum Eidelstedter Marktplatz nutzen können, um dort die Gastronomie oder auch die Veranstaltungen des Bürgerhauses aufzusuchen! Sie müssen einen erheblichen Umweg in Kauf nehmen. Diese Tatsache steht konträr zur Attraktivitätssteigerung des Eidelstedter Marktplatzes.

Durch die Schließung des Durchganges wird der Marktplatz noch weiter veröden und die anliegenden Restaurants werden das Nachsehen haben. Die Gastronomen haben jetzt schon unter den hohen Mieten und der geringen Besucheranzahl zu klagen. Zur Aufwertung des Platzes wurde im Gutachten von der Planungsgruppe ein Café mit Außenbezug zum Platz zur ganztägigen Attraktivitätssteigerung vorgeschlagen.
Die Betreiberin des Cafés soll das Bürgerhaus sein, das durch die zentrale Lage auf dem Marktplatz ein Publikumsmagnet sein wird. Durch die abendliche und sonntägliche Schließung der Wegebeziehung wird dieses Vorhaben ad absurdum geführt. Die Bewohner und Bewohnerinnen auf der anderen Straßenseite werden ausgegrenzt und sie werden ihr Zentrum in den Abendstunden nicht mehr nutzen.

Wie passt es zusammen, dass im Norden des Eidelstedter Zentrums (Lohkampstraße) die Gewerbeläden immer noch leerstehen und im Süden ein gigantisches Gebäude errichtet wird? Anstatt dafür zu sorgen, dass der Leerstand behoben wird, wird nur einseitig eine umstrittene Attraktivitätssteigerung vorgenommen.

Für die Realisierung des Bauvorhabens muss ein großer und alter Baumbestand auf der Grünfläche weichen. Ebenso der Kinderspielplatz. Der Grundstückseigentümer hat beide Flächen der öffentlichen Nutzung freigegeben. Diese lokalen Erholungsflächen werden gerade auch an Markttagen von den Besuchern gern genutzt und tragen sehr viel zur Attraktivitätssteigerung und zur Klimaverbesserung bei. Bei der Erweiterung des Eidelstedter Centers wären diese lokalen Wohlfühloasen für die ansässige Bevölkerung weg und die Plätze versiegelt. Abgesehen davon, dass die Marktbeschicker weniger Platz zur Verfügung haben werden, würde mir die Luft zum Atmen fehlen.

Die Mieten für das Kleingewerbe im Eidelstedter Center sind zu hoch. Hinzu kommen noch prozentuale Umsatzabgaben gegenüber dem Center-Betreiber. Deshalb verlassen die Geschäftsinhaber das Center, weil sie die Kosten nicht mehr auffangen können. Großketten aus verschiedenen Branchen vertreiben die kleinen Geschäftsbetriebe und der Charme mancher Angebotspaletten geht verloren bzw. kann sich erst gar nicht entwickeln. Qualität hat anscheinend seinen Preis.

Bei einer Veranstaltung in der Stadtteilschule Eidelstedt, die vom Bezirksamt organisiert wurde, haben sich die Jugendlichen für Veränderungen im Stadtviertel ausgesprochen, u.a. haben sie sich mehr Geschäfte (Klamottenladen, Postershop, Gameshop), ein Musikclub und ein Café gewünscht. Diese Wünsche ließen sich um den Eidelstedter Marktplatz und in der Lohkampstraße verwirklichen, wenn die großen Versicherungen, die Eigentümer der Häuser und Grundstücke rund um den Marktplatz sind, ihren Beitrag zur sozialen Verantwortung annehmen.

Dies wäre eine wirkliche Attraktivitätssteigerung, die dem ganzen Stadtteil zugutekommt.

Wir sind schon gebeutelt mit dem Möbelklotz an der Holsteiner Chaussee. Einen weiteren Klotz im Zentrum Eidelstedts brauchen wir nicht. Die Lebensqualität der Einwohner und Einwohnerinnen wird auch aufgrund der Verkehrsbelastungen erheblich eingeschränkt. Deshalb bin ich gegen die Erweiterung des Eidelstedter Centers.

Astrid Dahaba


Hier finden Sie die Einwendung gegen die Erweiterung des Eidelstedt-Centers als PDF:

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